Tradition

Wie so einige Drehorgelwerkstätten aus der Vergangenheit, befindet sich meine Werkstatt in einem ehemaligen Gasthaus.

So hatten auch in Waldkirch, Gavioli , Alfred Bruder, Limonaire und Carl Frei u. Sohn Ihre Werkstätten in ehemaligen Gasthäusern installiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielseitigkeit

Die Drehorgel - nur eine nostalgische Erinnerung an eine Epoche, die keine Tonaufzeichnung kannte?

In meiner Werkstatt werden Sie dieses Vorurteil nicht bestätigt finden. Hier werden die Instrumente für das genommen, was sie sind: einmalige Zeugnisse einer idealen Symbiose zwischen Kunst und Handwerk.

In der Beschränkung auf transportable Ausmaße bei maximaler Klangfülle und den ständigen Verbesserungen des selbstspielenden Werks entstanden bereits im 19 . Jahrhundert faszinierende Drehor­geln, die alles andere verdienen, als mit Blick auf die vermeintlich "große Schwester" Kirchenorgel milde belächelt zu werden. Drehorgeln dulden keine Vergleiche mit anderen Instrumenten. Egal, ob walzen- oder kartonnotengesteuert - erst die individuelle Abstimmung jedes einzelnen Bauteils und eine auf den Charakter des neuentstehenden Ganzen abgestimmte Musik schaffen den Sprung vom allenfalls witzigen Musikautomaten zum authentischen Musikinstrument.

Jede Orgel spricht ihre eigene Sprache. Ihre Individualität setzt sich aus der Fülle der einzelnen Problemlösungen während der Herstel­lung zusammen. Keine Reparatur oder Restaurierung eines alten Instrumentes gleicht daher der vorangegangenen. Die Anforderun­gen, die sich dabei dem Drehorgelbauer stellen, sind hoch: Ein Montagebetrieb aus lauter Sonderanfertigungen - von der selbstge­drehten Messingschraube bis zur feinziselierten Intarsie, vom Dre­hen verzugsfreier Holzwalzen bis zum einfühlsamen Intonieren quäkender Zungenregister.

Bei der Neuanfertigung muß sich zu aller Vielseitigkeit im hand­werklichen Bereich ein persönlicher Gestaltungswille gesellen, der die Fülle von technischen Einzelentscheidungen einer klaren Ziel­vorstellung unterordnet. Was an konventionellen Musikinstrumen­ten der berufene Interpret zu entlocken vermag, muß bei einer Drehorgel bereits bei der Herstellung gewissermaßen als Seele ein­gehaucht werden.