Tradition

Wie so einige Drehorgelwerkstätten aus der Vergangenheit, befindet sich meine Werkstatt in einem ehemaligen Gasthaus.

So hatten auch in Waldkirch, Gavioli , Alfred Bruder, Limonaire und Carl Frei u. Sohn Ihre Werkstätten in ehemaligen Gasthäusern installiert.

Vielseitigkeit

Der Drehorgelbau, sofern er professionell praktiziert wird, erfordert eine sehr umfangreiche technische Ausstattung, eine große Erfahrung, handwerkliche Kompetenz, sowie fundiertes technisches und geschichtliches Wissen. Zuletzt ist Erfahrung aus so unterschiedlichen Berufen notwendig, wie:

  • Schreinerei / Ebenisterie / Intarsienschneiderei / Drechslerei
  • Metallbearbeitung / Feinmechanik zur Herstellung der mechanischen Teile, Kurbelwellen, Federn, Zanhräder, Schnecken
  • Metallgießerei für Griffe und Eckverziehrungen
  • Lederbearbeitung zur Herstelung von Ventilen und Balganlagen
  • Malerei / Fassungen / Vergoldung sowie Restaurierungs- und Erhaltungsarbeiten
  • Herstellung von Holz- Gummiwalzen

Häufig sind historische Herstellungsverfahren gar nicht oder schlecht dokumentiert, daß sie in langwierigen Tests nachvollzogen werden müssen.

Man muss leider sagen, daß in diesem Metier vielfach diletantisch gearbeitet wird. An historischen Instrumenten, ist das in dem Maße tragisch, als diese in nur begrenzter und endlicher Anzahl existieren.

Immer wieder werden wir vor die Aufgabe gestellt, kaputt-renovierte Instrumente, wieder instandzusetzen, eine manchmal kaum lösbare Aufgabe, sofern historische Substanz zerstört wurde.